Ich bin kein großer Fan von Fan-Kult und der Fußball-Fankult stößt mich im besonderen ab. Aber das nur so nebenbei.
Gestern habe ich mir das 11m-Schießen zwischen Chelsea und FC Bayern München in einer Kneipe angesehen. Das war schon spannend und gewonnen hat derjenige, der halt gewonnen hat. Ob der eine nun “schöneren” Fußball gespielt hat als der andere sei mal dahin gestellt. Trotzdem muss ich mich wundern wie aggressiv die Leute werden, wenn ihr geliebter Verein verliert. Sie laufen auf die Straße und schreien Leute an oder sie werden ganz traurig und vergraben ihr Antlitz unter ihrem Fanschal.
Ggf. liegt das bei den männlichen Fußballfans auch daran, dass die sich von einem euphorischen Sieg ihrer Fußballmannschaft auch euphorischen Geschlechtsverkehr mit ihrer Ollen bzw. einer Fußballfanfrau (*) versprochen haben.
Lustig und irgendwie peinlich finde ich dann auch die Berichterstattung einiger Medien.
Er ist unverdient, mehr als das, eigentlich war er eine Farce. Dass sich die Londoner jetzt beste Mannschaft Europas nennen dürfen, wird als Fußball-Unfall in die Geschichte eingehen. (via SZ)
Ich denke mir dann immer: Das ist eine Sportart, es ist ein Geschäft und wenn die Mannschaft A gegen Mannschaft B gewinnt, hat ja A irgendwie mehr richtig gemacht als B.
(*) Da im Fußball ja immer noch die Homophobie herrscht, kann man davon ausgehen, dass der typische männliche Fußballfan sich nicht mit einem Ollen bzw. einem Fanmann einlässt. Ausnahmen bestätigen die Regel.


















